Talfahrt des Nordcapital Offshorefonds 4

In Bedrängnis brachten den Nordcapital Offshorefonds 4 vor allem schwindende Nachfrage und sinkende Charterraten. Nachdem mit der finanzierenden Bank bereits erfolgreich über die vorübergehende Stundung der Kreditraten verhandelt wurde, haben nun offenbar leider auch die Anleger des 2009 aufgelegten Schiffsfonds grünes Licht für den Sanierungsplan gegeben. Diese müssen jetzt der Fondsgesellschaft Darlehen in Höhe von knapp 2,4 Millionen Euro zur Verfügung stellen, um die Liquidität zu sichern und den Notverkauf der beiden Fondsschiffe MS E.R. Athina und MS E.R. Georgina zu verhindern. Selbst wenn das klappt, sind die Anleger, die sich mit einer Mindestsumme von 15.000 Euro an dem Fonds beteiligen konnten, jedoch nicht aus dem Schneider. Denn selbst mit der Durchführung des Sanierungskonzepts den Anlegern ein Verlust des Anlagekapitals. Für die Anleger bleibt aller Wahrscheinlichkeit nach die Beteiligung an den beiden Plattformversorgungsschiffen ein Verlustgeschäft.

Der Kanzlei Hoppe&Collegen liegen inzwischen Gutachten vor, nachdem die beiden Plattformversorgungsschiffe zum damaligen Zeitpunkt viel zu teuer eingekauft wurden. Ein Gesellschafter wollte seine Mitgesellschafter darüber informieren und forderte die Adressdaten der Mitanleger heraus. Dies wurde von der Fondsgeschäftsführung mit dem Argument verweigert, man würde zu erhebliche Vorwürfe gegen die Fondsgesellschaft erheben. Nach unserer Auffassung bleibt es daher abermals so, dass die meisten der Anleger nicht über die tatsächliche wirtschaftliche Situation vollumfänglich informiert wird.