Nordcapital Offshorefonds: Die Schiffe waren laut Gutachten zu teuer

Die Nordcapital Offshore Fonds investierten in Schiffe, die der Versorgung bzw. der Positionierung von Öl-Plattformen dienen. Der Verfall des Ölpreises hat auch offenbar die Fonds wirtschaftlich getroffen. Das bekommen auch die Anleger zu spüren.

Bei den Nordcapital Offshore Fonds 2 und 3 sei die Situation noch nicht so dramatisch, beim Offshore Fonds 4 wird nach Schreiben der Fondsgesellschaft an die Investoren derzeit ein Liquiditätssicherungskonzept entwickelt. Für die Anleger der Fonds ist die Situation ernst. Schiffsverkäufe oder Insolvenzen werden voraussichtlich finanzielle Verluste mit sich bringen. Anleger sollten aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung ihre rechtlichen Möglichkeiten überprüfen zu lassen.

Dazu kann auch die Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen zählen. Grundlage dafür kann eine fehlerhafte Anlageberatung sein. Denn im Zuge einer ordnungsgemäßen Anlageberatung hätten die Anleger auch ausführlich über die Risiken der Geldanlage aufgeklärt werden müssen. Dazu zählen u.a. die langen Laufzeiten und die erschwerte Handelbarkeit der Anteile oder auch der Totalverlust. Zudem hätten die vermittelnden Banken die Anleger auch über ihre Rückvergütungen aufklären müssen. Wurden diese sog. Kick-Backs verschwiegen, kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs ebenfalls Schadensersatz geltend gemacht werden. Der Kanzlei Hoppe & Collegen liegt zudem zu einem der Offshorefonds ein externes Gutachten der Firma Fondsmedia vor, nachdem die besagten Schiffe viel zu teuer eingekauft wurden, als die Fonds aufgelegt wurden. Dies hat nach dem Gutachten von vornherein katastrophale Auswirkungen auf die Liquidität und Wirtschaftlichkeit gehabt. Nach Ansicht der Kanzlei ist das neue Liquiditätskonzept daher nur Makulatur, um die finanziellen Verluste der Wirtschaftlichen Lage in die Schuhe zu schieben. Ob sich hieraus weitergehende Schadensersatzansprüche ableiten lassen wird derzeit durch die Kanzlei geprüft, ebenso die Voraussetzungen eines gerichtlichen Musterverfahrens. Betroffene Anleger können sich gerne an die Kanzlei wenden, um prüfen zu lassen, wie der finanzielle Schaden so gering wie möglich gehalten werden kann.